Naher Osten und Nordafrika

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ie Staaten des Nahen Osten und Nordafrikas haben ein weiteres Jahrzehnt der Repression und des Niedergangs hinter sich. Die neuen, alten Machthaber sind fest entschlossen, keinen zweiten Arabischen Frühling zuzulassen. Nun reiht sich auch ein ehemaliges Vorbild in die Reihe der Autokratien ein.

In keiner Region der Welt werden demokratische Rechte, Standards und Institutionen derart missachtet wie im Nahen Osten und Nordafrika. Die Abkehr der Türkei vom einstiges Transformationskurs fügt sich in ein deprimierendes Gesamtbild ein.

In zahlreichen Ländern erschweren lokale, regionale und internationale Konflikte die sozioökonomische Entwicklung aus. Das zunehmende Ungleichgewicht zwischen den reichen Ölstaaten und dem Rest der Region heizt die Lage weiter an.

Die Länder Nordafrikas und des Nahen Ostens werden weiter schlecht regiert. Seit dem Niedergang des Arabischen Frühlings rückt ein Problem besonders in den Vordergrund: Mehr denn je verschärft Regierungshandeln innerstaatliche oder internationale Spannungen.

Der Negativtrend der vergangenen Jahre setzt sich also in allen Untersuchungsdimensionen fort. In kaum einem Land werden die grundlegenden strukturellen Probleme wirklich angegangen: seien es die elitären Machtzirkel und die verbreitete Korruption, sei es der Umgang mit dem Bevölkerungswachstum gerade in den ärmeren Bevölkerungsschichten, sei es die Fragilität der allgemeinen Sicherheitslage.

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