Working Papers

Der Aufstieg des Majoritanismus

Der BTI 2016 bestätigt einen Abwärtstrend an Demokratiequalität gerade in ungefestigten, jungen Demokratien. Ist aber der Zuwachs an illiberalen Herrschaftsmustern innerhalb von formaldemokratischen Institutionen ein Trend oder eine zufällig in mehreren Ländern parallel verlaufende Entwicklung? Gibt es unterschiedliche Arten von Majoritanismus, und sind alle ähnlich anfällig für ein Abgleiten in autoritäre Herrschaft? Und was bedeutet die kaum gezügelte Herrschaft der Mehrheit für die globale Demokratieentwicklung insgesamt? Zu diesen Fragen nimmt das Working Paper “The rise of majoritarianism” von Peter Thiery (Universität Heidelberg) Stellung.

Soziale Gerechtigkeit in Entwicklungsländern

Unter Bezugnahme auf qualitative Auswertungen wird eine Explorationsstudie zu sozialer Inklusion in afrikanischen, asiatischen und lateinamerikanischen Ländern basierend auf etablierten Theorien zu sozialer Gerechtigkeit durchgeführt. Durch Stärke- und Schwächenprofile sollen Erfolge und Herausforderungen bei der Sicherung von sozialer Inklusion benannt werden, um politischen Entscheidungsträgern evidenzbasierte gute Beispiele zu unterbreiten. Diese Untersuchung kombiniert BTI-Daten mit verfügbaren quantitativen Daten anderer Quellen.

Die hartnäckige Bedrohung durch Fragilität und Konflikt

Staatliche Fragilität kann unterschiedlichste Formen annehmen, sei es ein Mangel an staatlichem Gewaltmonopol, ein Versagen grundlegender staatlicher Dienstleistungen oder ein Fehlen staatlicher Legitimität. Mit welchen Formen von struktureller Instabilität haben wir es zu tun? Und wird die Abnahme zentralstaatlicher Autorität, Kapazität und Legitimität von einer Zunahme von Konfliktintensität begleitet, entsteht ein konfliktträchtiges Machtvakuum? Da auch die Ursachen von Fragilität variieren – von Drogenmafias bis zu reliösem Extremismus – stellt sich schließlich die Frage, wie sich effektives staatliches Konfliktmanagement den unterschiedlichen Herausforderungen anpassen muss, um deeskalierend, moderierend und stabilisierend wirken zu können. Hierzu nimmt das Working Paper “The persistent challenge of fragility and conflict” von Jörn Grävingholt (DIE) und Sebastian Ziaja (Universität Heidelberg) Stellung.